5 Schritte zum Entfernen einer losen oder drehenden Blindnietmutter oder Einpressmutter
Blindnietmuttern oder Einpressmuttern entfernen und ersetzen
Blindnietmuttern oder Einpressmuttern (auch als Rivnuts oder Gewindeeinsätze bekannt) sind sehr praktisch, um in dünnen Materialien wie Rohren oder Blechen ein Gewinde einzubringen. Sie können sich jedoch manchmal beim Montieren oder Anziehen lösen oder durchdrehen. In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine lose Mutter entfernst und durch eine stabile Verbindung ersetzt.
Warum lösen sich Blindnietmuttern oder Einpressmuttern?
Eine Blindnietmutter oder Einpressmutter löst sich meist durch eine fehlerhafte Montage. Wenn sie beim Einpressen nicht richtig gesetzt wird, erhält sie keinen festen Halt im Material. Häufig passiert das, wenn das Werkzeug nicht exakt rechtwinklig steht oder zu wenig Kraft angewendet wird. Auch zu starkes Anziehen kann das Material verformen, wodurch sich der Einsatz mitdreht oder lockert.
Wie entfernt man Blindnietmuttern oder Einpressmuttern?
Situation prüfen: Dreht sich der Einsatz mit oder sitzt er locker? Dann muss er entfernt werden, ohne das Material zu beschädigen.
Einsatz ausbohren: Wähle einen Bohrer, der etwas größer als der Kerndurchmesser des Gewindes ist, und bohre vorsichtig durch die Mitte. Die Blindnietmutter oder Einpressmutter klappt dabei zusammen und verliert ihren Halt.
Einsatz herausnehmen: Nach dem Bohren kannst du den Einsatz mit einem Schraubendreher heraushebeln oder vorsichtig austreiben.
Wie setzt man eine neue Blindnietmutter oder Einpressmutter ein?
Die richtige Größe wählen: Nimm einen Einsatz mit derselben Gewindegröße wie der alte.
Neue Mutter einsetzen: Verwende ein passendes Setzwerkzeug und achte darauf, dass es gerade und gleichmäßig anzieht. So verhinderst du ein späteres Lockern.
Mit dem richtigen Drehmoment anziehen: Schraube die Verbindung mit dem empfohlenen Drehmoment fest. Vermeide Überdrehen, um ein erneutes Durchrutschen zu verhindern.
So erhältst du eine starke und langlebige Verbindung und stellst sicher, dass die Blindnietmutter oder Einpressmutter nicht wieder herausfällt.
Fließbohren: die Alternative zu Blindnietmuttern oder Einpressmuttern
Flowdrill bietet eine zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Befestigungsmethoden und verhindert viele der Probleme, die bei Gewindeeinsätzen auftreten. Eine Fließbohrverbindung kann sich nicht mitdrehen oder lösen, sorgt für eine saubere Oberfläche und benötigt keine zusätzlichen Teile, die Verbindung entsteht direkt aus dem Grundmaterial.
Vorteile von Fließbohren gegenüber Blindniet-, Schweiß- und Einpressmuttern
Stärkere Verbindung: Fließbohren verformt das Material, statt es abzutragen. Das Ergebnis ist eine deutlich stabilere und langlebigere Verbindung.
Höhere Ausziehkräfte: Die Verbindung bietet vergleichbare oder höhere Auszugswerte und Drehmomentfestigkeiten als Gewindeeinsätze.
Kosten- und Zeiteinsparung: Dünnere und leichtere Materialien können eingesetzt werden, ohne an Festigkeit zu verlieren. Weniger Nacharbeit und kürzere Rüstzeiten machen den Prozess effizienter.
Weniger Abfall, schnellere Produktion: Das Verfahren ist präzise, erzeugt keinen Spanabfall und reduziert Fehler. Zykluszeiten liegen oft bei nur 2 Sekunden; in Kombination mit spanlosem Gewindefurchen geht es noch schneller.
Keine zusätzlichen Teile: Es werden keine losen Muttern oder Einsätze benötigt. Das spart Kosten, vereinfacht die Logistik und verhindert, dass Teile verloren gehen.
Kurz gesagt: Fließbohren ist schneller, stabiler und kosteneffizienter als Blindniet-, Schweiß- oder Einpressmuttern.
Viele Verbindungen mit nur einem Werkzeug
Unter den richtigen Bedingungen, mit stabiler Spannung und optimalen Parametern, kann ein Flowdrill-Werkzeug bis zu 10.000 Bohrungen erzeugen. In Kombination mit Flowtap ergeben sich große Vorteile im Vergleich zu Gewindeeinsätzen.
Mit Flowdrill lassen sich Bohrungen von M2 bis 32 mm in Stahl bei Wandstärken von 1,0 bis 10 mm realisieren.
Flowdrill bietet zwei Arten von Oberflächen:
Standardausführung: leichte Kante (ähnlich wie bei bestimmten Einsätzen).
Flache Ausführung: komplett plane Oberfläche ohne Rand.